48 h Kapsel-pH-Metrie

Mit einer 48-stündigen Kapsel-pH-Metrie wird in physiologischer Art und Weise die Säurekonzentration in der Speiseröhre gemessen. Die Verwendung einer Kapsel erlaubt seit einigen Jahren eine Säuremessung über 48 Stunden ohne störende Sonde in der Nase, bzw. in der Speiseröhre. Diese Untersuchung ist vor allem dann angezeigt, wenn typische Beschwerden wie saures oder nicht saures Aufstossen, Schluckstörungen bzw. (chronische) Übelkeit mit den üblichen Therapien nicht behandelt werden können. Eine 48 h Kapsel-pH-Metrie erfolgt auch bei der Abklärung von Schmerzen im Brustbereich, die nicht durch eine Herzerkrankung erklärt werden können, bei chronischem Reizhusten, atypischen Asthmaerkrankungen oder vor einer Operation bei Refluxerkrankung.

Ablauf

Die korrekte Position der Kapsel in der Speiseröhre wird mit Hilfe einer Gastroskopie festgelegt. Im Anschluss wird die Kapsel über den Mund in die Speiseröhre geführt und dort durch Sog fixiert. Die von der Kapsel gesendeten Daten werden auf einem externen Datenträger gespeichert, den der Patient während 48 Stunden bei sich trägt. Die Kapsel stört bei der Nahrungsaufnahme nicht – während der Aufzeichnung kann sich der Patient wie gewohnt ernähren und seinen normalen Tagesablauf beibehalten. Nach der zweitägigen Aufzeichnung wird der Datenträger zur Auswertung zurück in die Praxis gebracht. Die Kapsel löst sich nach 48 Stunden von der Speiseröhre, wird über den Darm ausgeschieden und kann in der Toilette heruntergespült werden (Einwegmaterial). Weil ein Schlafmittel verabreicht wird, darf der Patient nach der Untersuchung während zwölf Stunden kein Fahrzeug lenken, keine wichtigen Entscheidungen treffen und keine gefährlichen Maschinen bedienen.

Vorbereitung